Kauf auf Rechnung Schweiz: Ratgeber & Anbieter 2026

Der Kauf auf Rechnung in der Schweiz gehört zu den beliebtesten Zahlungsmethoden beim Online-Shopping. Diese Zahlungsart ermöglicht es Ihnen, Waren erst nach Erhalt zu bezahlen, was maximale Sicherheit und Flexibilität bietet. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles über die Funktionsweise, die besten Anbieter, Vorteile und worauf Sie bei Bestellungen mit Kauf auf Rechnung besonders achten müssen.

Was ist Kauf auf Rechnung und wie funktioniert es?

Der Kauf auf Rechnung ist eine Zahlungsmethode, bei der Sie Ihre bestellten Produkte erst erhalten und dann innerhalb einer festgelegten Zahlungsfrist bezahlen. Diese Art des Einkaufens bietet maximale Sicherheit, da Sie die Ware vor der Bezahlung prüfen können. Im Jahr 2026 nutzen über 65% der Schweizer Online-Käufer regelmäßig diese Zahlungsoption, da sie das Risiko von Fehlkäufen minimiert und besonders vertrauenswürdig ist.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Nach Ihrer Bestellung erhalten Sie die Ware zusammen mit einer Rechnung. Diese können Sie innerhalb von üblicherweise 14 bis 30 Tagen begleichen. Der Online-Händler trägt dabei das Risiko eines Zahlungsausfalls, weshalb viele Shops mit Zahlungsdienstleistern wie Klarna, PayPal oder CRIF zusammenarbeiten. Diese Anbieter prüfen Ihre Bonität und übernehmen das Ausfallrisiko für den Händler.

Die wichtigsten Vorteile beim Kauf auf Rechnung

Der größte Vorteil liegt in der maximalen Sicherheit für Käufer. Sie bezahlen nur für Waren, die Sie tatsächlich erhalten und geprüft haben. Dies ist besonders bei höherwertigen Produkten wie Elektronik oder Möbeln von Bedeutung. Wenn die Ware beschädigt ankommt oder nicht Ihren Erwartungen entspricht, können Sie sie zurücksenden, ohne bereits bezahlt zu haben.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist die finanzielle Flexibilität. Sie haben Zeit, das Geld für Ihre Bestellung zusammenzustellen, und müssen nicht sofort liquide sein. Besonders zum Monatsende oder bei größeren Anschaffungen ist dies hilfreich. Zudem entfällt die Notwendigkeit, Kreditkartendaten online einzugeben, was zusätzliche Sicherheit vor Datenmissbrauch bietet. Studien aus 2026 zeigen, dass 78% der Schweizer Verbraucher den Rechnungskauf als vertrauenswürdigste Zahlungsmethode einstufen.

So läuft ein Kauf auf Rechnung ab

Der Ablauf eines Rechnungskaufs gliedert sich in mehrere klare Schritte. Zunächst wählen Sie Ihre gewünschten Produkte aus und legen sie in den Warenkorb. An der Kasse des Online-Shops wählen Sie dann Kauf auf Rechnung als Zahlungsmethode aus. Der Shop oder ein Zahlungsdienstleister führt anschließend eine Bonitätsprüfung durch, die in Sekundenschnelle erfolgt.

Nach erfolgreicher Prüfung wird Ihre Bestellung versandt. Die Rechnung erhalten Sie entweder per E-Mail als PDF oder in gedruckter Form im Paket. Sie haben nun die vereinbarte Zahlungsfrist, meist zwischen 14 und 30 Tagen, um den Rechnungsbetrag zu überweisen. Bei pünktlicher Zahlung entstehen keine zusätzlichen Kosten. Wichtig ist, dass Sie die Zahlungsfrist einhalten, da sonst Mahngebühren und Verzugszinsen anfallen können, die Ihre Kauffreude erheblich schmälern.

Top-Anbieter für Kauf auf Rechnung in der Schweiz

In der Schweiz haben sich verschiedene Zahlungsdienstleister etabliert, die den Rechnungskauf ermöglichen. Die wichtigsten Anbieter und ihre Besonderheiten sollten Sie kennen, um die beste Option für Ihre Bedürfnisse zu wählen.

Klarna und alternative Zahlungsanbieter

Klarna ist einer der bekanntesten Anbieter für Kauf auf Rechnung und arbeitet mit tausenden Online-Shops zusammen. Der schwedische Zahlungsdienstleister bietet flexible Zahlungsfristen von bis zu 30 Tagen und eine benutzerfreundliche App zur Verwaltung Ihrer Rechnungen. Neben Klarna bieten auch PayPal mit PayPal Rechnung und lokale Schweizer Anbieter wie CRIF oder Powerpay ähnliche Dienste an. Diese Alternativen sind besonders interessant, wenn Sie nach Kauf auf Rechnung ohne Klarna suchen oder bei Klarna abgelehnt wurden. Jeder Anbieter hat unterschiedliche Bonitätskriterien, sodass eine Ablehnung bei einem Dienst nicht bedeutet, dass andere Sie ebenfalls ablehnen.

Shops mit Rechnungskauf ohne Bonitätsprüfung

Es gibt auch Online-Händler, die einen Kauf auf Rechnung ohne Bonitätsprüfung anbieten, allerdings sind diese selten geworden. Meist handelt es sich um kleinere Shops oder spezielle Nischenanbieter. Große Händler wie IKEA bieten ebenfalls den Kauf auf Rechnung bei IKEA an, führen dabei jedoch eine Bonitätsprüfung durch. Wenn Sie nach Möglichkeiten für auf Rechnung bestellen ohne Bonitätsprüfung ohne Klarna suchen, sollten Sie Neukunden-Aktionen beachten oder bei Shops mit eigener Zahlungsabwicklung anfragen. Bedenken Sie jedoch, dass Shops ohne Bonitätsprüfung oft niedrigere Bestelllimits haben.

Kauf auf Rechnung für spezifische Produktkategorien

Je nach Produktkategorie unterscheiden sich die Möglichkeiten und Bedingungen beim Rechnungskauf erheblich. Besonders bei Mode, Möbeln und Elektronik gibt es spezielle Angebote.

Kleider auf Rechnung bestellen in der Schweiz

Der Kauf von Kleidern auf Rechnung in der Schweiz ist besonders beliebt, da Sie Mode anprobieren können, bevor Sie bezahlen. Große Fashion-Händler wie Zalando, About You oder H&M bieten standardmäßig den Rechnungskauf an. Diese Shops ermöglichen Ihnen, mehrere Größen zu bestellen, zu Hause anzuprobieren und unpassende Artikel kostenlos zurückzusenden. Die Zahlungsfrist beginnt meist erst nach Ablauf der Rückgabefrist, sodass Sie nur für behaltene Artikel bezahlen müssen. Im Jahr 2026 nutzen über 72% der Schweizer Fashion-Käufer diese bequeme Zahlungsmethode.

Möbel und Einrichtung auf Rechnung kaufen

Bei größeren Anschaffungen wie Möbeln ist der Kauf auf Rechnung bei IKEA und anderen Einrichtungshäusern besonders vorteilhaft. IKEA bietet den Rechnungskauf für Bestellungen bis zu einem Wert von 3.000 CHF an, wobei eine Bonitätsprüfung durchgeführt wird. Alternativ können Sie auch eine IKEA Family Kreditkarte nutzen, die zusätzliche Vorteile wie Rabatte bietet. Andere Möbelhändler wie Micasa oder Pfister bieten ähnliche Zahlungsoptionen an. Bei hochpreisigen Möbeln wird häufig auch eine Ratenzahlung angeboten, die Sie über mehrere Monate verteilen können.

Was Sie bei Rechnungen in die Schweiz beachten müssen

Wenn Sie aus Deutschland in die Schweiz bestellen, gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Die Schweiz ist nicht Teil der EU, weshalb Zollgebühren und Einfuhrsteuern anfallen können. Bei einem Warenwert über 65 CHF müssen Sie mit Verzollungskosten rechnen, die zusätzlich zum Kaufpreis entstehen. Diese Kosten sind nicht in der Rechnung enthalten und werden vom Zoll oder Logistikunternehmen separat erhoben.

Wichtig ist auch, dass die Mehrwertsteuer anders berechnet wird. In der Schweiz beträgt die MwSt 8,1% (Normalsatz), während in Deutschland 19% üblich sind. Seriöse Händler weisen diese Besonderheiten klar im Bestellprozess aus. Prüfen Sie vor der Bestellung, ob der Shop die Verzollung übernimmt oder ob Sie dies selbst organisieren müssen. Bei Rechnungen in die Schweiz sollten außerdem alle Angaben in Schweizer Franken erfolgen, um Währungsrisiken zu vermeiden. Viele große Online-Händler bieten mittlerweile einen speziellen Schweiz-Shop an, der diese Probleme vermeidet.

Bonitätsprüfung beim Kauf auf Rechnung

Die Bonitätsprüfung ist ein zentraler Bestandteil des Rechnungskaufs und dient dem Schutz der Händler vor Zahlungsausfällen. In der Schweiz werden dafür Auskunfteien wie CRIF, Intrum oder ZEK herangezogen. Diese Unternehmen sammeln Daten über Ihr Zahlungsverhalten und erstellen daraus einen Bonitätsscore.

Die Prüfung erfolgt automatisch innerhalb von Sekunden nach Auswahl der Zahlungsmethode. Faktoren wie Ihr Wohnort, Alter, bisheriges Zahlungsverhalten und bestehende Schulden fließen in die Bewertung ein. Negativeinträge durch Mahnverfahren oder unbezahlte Rechnungen verringern Ihre Chancen auf Genehmigung erheblich. Interessanterweise variieren die Kriterien zwischen verschiedenen Anbietern stark. Eine Ablehnung bei Klarna bedeutet nicht automatisch, dass Sie auch bei PayPal oder anderen Diensten abgelehnt werden. Im Jahr 2026 liegt die durchschnittliche Genehmigungsquote bei etwa 75% aller Anträge in der Schweiz.

Sind Käufe auf Rechnung schlecht für die Bonität?

Eine häufige Sorge ist, ob der Kauf auf Rechnung die eigene Bonität verschlechtert. Grundsätzlich gilt: Solange Sie Ihre Rechnungen pünktlich bezahlen, hat der Rechnungskauf keinen negativen Einfluss auf Ihren Score. Im Gegenteil kann regelmäßiges, zuverlässiges Zahlungsverhalten Ihre Bonität sogar verbessern.

Problematisch wird es erst, wenn Sie Zahlungsfristen nicht einhalten oder Rechnungen gar nicht bezahlen. Dann können Mahnungen und im schlimmsten Fall Inkassoverfahren folgen, die als Negativmerkmale in Ihrer Bonitätsauskunft vermerkt werden. Diese Einträge bleiben oft mehrere Jahre gespeichert und erschweren zukünftige Käufe auf Rechnung erheblich. Auch zu viele gleichzeitige Rechnungskäufe können als Warnsignal gewertet werden. Experten empfehlen, maximal 2-3 offene Rechnungen gleichzeitig zu haben. Ein weiterer Aspekt: Jede Bonitätsprüfung wird registriert. Zu viele Anfragen in kurzer Zeit können von Auskunfteien als Zeichen finanzieller Schwierigkeiten interpretiert werden, auch wenn Sie alle Rechnungen bezahlen.

Nachteile und Risiken beim Kauf auf Rechnung

Trotz vieler Vorteile gibt es auch Nachteile beim Rechnungskauf, die Sie kennen sollten. Der offensichtlichste ist die Notwendigkeit einer Bonitätsprüfung. Menschen mit negativen Einträgen oder geringem Einkommen werden oft abgelehnt und müssen auf andere Zahlungsmethoden ausweichen. Dies kann frustrierend sein, besonders wenn die finanzielle Situation sich bereits verbessert hat, alte Einträge aber noch gespeichert sind.

Ein weiteres Risiko ist die Versuchung zu Mehrausgaben. Da Sie nicht sofort bezahlen müssen, fällt es leichter, mehr zu kaufen als ursprünglich geplant. Dies kann zu einer Schuldenspirale führen, wenn mehrere Rechnungen gleichzeitig fällig werden. Statistiken zeigen, dass Verbraucher beim Rechnungskauf durchschnittlich 15-20% mehr ausgeben als bei Sofortzahlung. Zudem sind die Konsequenzen bei Zahlungsverzug erheblich: Mahngebühren von 20-40 CHF pro Mahnung, Verzugszinsen von 5-8% jährlich und potenzielle Inkassokosten können sich schnell summieren. Bei wiederholtem Zahlungsverzug droht zudem eine dauerhafte Sperrung für den Rechnungskauf bei vielen Händlern.

Ratenzahlung und Finanzierung als Alternative

Für größere Anschaffungen bieten viele Händler neben dem klassischen Rechnungskauf auch Ratenzahlung und Finanzierungsoptionen an. Diese ermöglichen es Ihnen, den Kaufbetrag in monatlichen Raten über 3, 6, 12 oder sogar 24 Monate zu begleichen.

Die Ratenzahlung funktioniert ähnlich wie ein Kleinkredit. Nach einer Bonitätsprüfung, die meist strenger ist als beim einfachen Rechnungskauf, wird Ihnen ein Zahlungsplan angeboten. Viele Anbieter wie Klarna oder PayPal bieten 0%-Finanzierungen an, bei denen keine Zinsen anfallen, sofern Sie die Raten pünktlich zahlen. Bei verzögerten Zahlungen können jedoch erhebliche Verzugszinsen von bis zu 12% jährlich anfallen. Die Ratenzahlung eignet sich besonders für Beträge ab 500 CHF aufwärts. Im Jahr 2026 nutzen etwa 35% der Schweizer Online-Käufer bei Einkäufen über 1.000 CHF die Ratenzahlungsoption. Beachten Sie jedoch, dass Ratenzahlungen Ihre Kreditwürdigkeit stärker belasten als einfache Rechnungskäufe, da sie als Kreditverpflichtung gewertet werden.

Tipps für erfolgreichen Kauf auf Rechnung

Um Ihre Chancen auf Genehmigung zu maximieren und Probleme zu vermeiden, sollten Sie einige bewährte Praktiken beachten. Zunächst ist es wichtig, bei der ersten Bestellung bei einem neuen Shop realistische Beträge zu wählen. Viele Händler setzen für Neukunden beim Rechnungskauf Limits von 100-300 CHF. Nach erfolgreicher Erstzahlung wird dieses Limit meist automatisch erhöht.

Achten Sie darauf, dass Ihre Lieferadresse mit Ihrer Rechnungsadresse übereinstimmt. Abweichungen werden von Bonitätsprüfungen oft negativ bewertet. Vermeiden Sie es, zu viele Bestellungen auf Rechnung gleichzeitig zu tätigen, da dies als Warnsignal gilt. Wenn Sie bei einem Anbieter abgelehnt werden, versuchen Sie es mit einem anderen – die Kriterien unterscheiden sich teilweise erheblich. Zahlen Sie Rechnungen immer einige Tage vor Fristablauf, um Verzögerungen bei Überweisungen auszuschließen. Dokumentieren Sie Ihre Zahlungen mit Kontoauszügen, falls es zu Unstimmigkeiten kommt. Bei Problemen mit der Ware kontaktieren Sie sofort den Kundenservice, anstatt die Rechnung einfach nicht zu bezahlen – dies führt unweigerlich zu Mahnungen.

Rechtliche Aspekte und Verbraucherschutz

In der Schweiz sind beim Kauf auf Rechnung bestimmte rechtliche Rahmenbedingungen zu beachten. Das Obligationenrecht (OR) regelt die Rechte und Pflichten beider Parteien. Sie als Käufer haben ein 14-tägiges Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen, das unabhängig von der Zahlungsmethode gilt. Während dieser Frist können Sie die Ware zurücksenden, ohne Gründe angeben zu müssen.

Die Zahlungsfrist beginnt rechtlich erst, wenn Sie eine ordnungsgemäße Rechnung erhalten haben. Diese muss alle gesetzlich vorgeschriebenen Angaben enthalten: Name und Adresse des Verkäufers, Rechnungsdatum, Leistungsbeschreibung, Betrag und Mehrwertsteuer. Fehlen diese Angaben, können Sie die Zahlung verweigern, bis eine korrekte Rechnung vorliegt. Bei Zahlungsverzug dürfen Händler zunächst nur eine Zahlungserinnerung ohne Gebühren versenden. Erst nach erfolgloser Mahnung mit Nachfrist dürfen Mahngebühren erhoben werden, die sich auf maximal 40 CHF belaufen sollten. Höhere Gebühren sind oft rechtlich anfechtbar. Bei Streitigkeiten können Sie sich an Ombudsstellen oder Konsumentenschutzorganisationen wenden.

Related video about kauf auf rechnung schweiz

This video complements the article information with a practical visual demonstration.

Häufig Gestellte Fragen

Wie läuft ein Kauf auf Rechnung ab?

Ein Kauf auf Rechnung läuft in mehreren Schritten ab: Sie wählen Ihre Produkte und an der Kasse die Zahlungsmethode Rechnung. Nach einer Bonitätsprüfung wird Ihre Bestellung versandt. Die Rechnung erhalten Sie per E-Mail oder im Paket. Sie haben dann üblicherweise 14-30 Tage Zeit, den Betrag zu überweisen. Wichtig ist, dass Sie die Zahlungsfrist einhalten, um Mahngebühren zu vermeiden. Die Bonitätsprüfung erfolgt automatisch und dauert nur Sekunden.

Was muss man bei Rechnungen in die Schweiz beachten?

Bei Rechnungen in die Schweiz sind mehrere Besonderheiten zu beachten: Da die Schweiz nicht zur EU gehört, fallen bei Warenwerten über 65 CHF Zollgebühren und Einfuhrsteuern an. Diese Kosten sind nicht im Kaufpreis enthalten und werden separat erhoben. Die Schweizer Mehrwertsteuer beträgt 8,1% statt der deutschen 19%. Achten Sie darauf, dass der Händler einen speziellen Schweiz-Shop anbietet oder die Verzollung übernimmt. Preise sollten in Schweizer Franken ausgewiesen sein, um Währungsrisiken zu vermeiden.

Sind Käufe auf Rechnung schlecht für die Schufa?

Käufe auf Rechnung sind nicht grundsätzlich schlecht für Ihre Bonität. Solange Sie alle Rechnungen pünktlich bezahlen, hat der Rechnungskauf keinen negativen Einfluss. Regelmäßiges, zuverlässiges Zahlungsverhalten kann Ihre Bonität sogar verbessern. Problematisch wird es erst bei Zahlungsverzug oder nicht bezahlten Rechnungen. Diese führen zu Negativeinträgen, die mehrere Jahre gespeichert bleiben. Auch zu viele gleichzeitige Rechnungskäufe oder zu häufige Bonitätsanfragen können sich negativ auswirken. Experten empfehlen maximal 2-3 offene Rechnungen gleichzeitig.

Welche Nachteile hat der Kauf auf Rechnung?

Der Kauf auf Rechnung hat mehrere Nachteile: Erstens ist eine Bonitätsprüfung erforderlich, die zur Ablehnung führen kann. Zweitens besteht die Versuchung zu Mehrausgaben, da die Zahlung aufgeschoben wird – Studien zeigen 15-20% höhere Ausgaben im Vergleich zu Sofortzahlung. Drittens können bei Zahlungsverzug erhebliche Kosten entstehen: Mahngebühren von 20-40 CHF, Verzugszinsen von 5-8% jährlich und Inkassokosten. Zudem führen Negativeinträge zu langfristigen Einschränkungen beim zukünftigen Rechnungskauf bei vielen Händlern.

Gibt es Kauf auf Rechnung ohne Bonitätsprüfung in der Schweiz?

Kauf auf Rechnung ohne Bonitätsprüfung ist in der Schweiz sehr selten geworden. Die meisten großen Online-Händler führen standardmäßig Bonitätsprüfungen durch, um ihr Risiko zu minimieren. Einige kleinere Shops oder Nischenanbieter verzichten teilweise darauf, setzen dafür aber niedrige Bestelllimits. Neukunden erhalten oft nur Limits von 100-200 CHF. Als Alternative können Sie verschiedene Zahlungsdienstleister ausprobieren, da deren Bewertungskriterien unterschiedlich sind. Eine Ablehnung bei Klarna bedeutet nicht zwingend eine Ablehnung bei PayPal oder anderen Anbietern.

Kann ich bei IKEA auf Rechnung kaufen?

Ja, IKEA bietet in der Schweiz den Kauf auf Rechnung an. Diese Option ist für Bestellungen bis zu einem Wert von 3.000 CHF verfügbar. IKEA führt dabei eine Bonitätsprüfung durch, um das Zahlungsrisiko zu bewerten. Die Zahlungsfrist beträgt üblicherweise 14 Tage nach Erhalt der Ware. Alternativ bietet IKEA auch eine IKEA Family Kreditkarte an, die zusätzliche Vorteile wie Rabatte und flexible Zahlungsoptionen bietet. Bei höherwertigen Möbelkäufen ist auch eine Ratenzahlung über mehrere Monate möglich.

Aspekt Wichtige Details Vorteil für Sie
Zahlungsfrist 14-30 Tage nach Warenerhalt Finanzielle Flexibilität und Prüfzeit
Bonitätsprüfung Automatisch durch CRIF, Intrum oder ZEK Schutz vor Überschuldung
Genehmigungsquote Ca. 75% aller Anträge (2026) Hohe Erfolgschancen bei guter Bonität
Neukunden-Limit 100-300 CHF bei Erstbestellung Steigt nach erfolgreicher Zahlung
Mahngebühren 20-40 CHF pro Mahnung bei Verzug Motiviert zu pünktlicher Zahlung
Beliebte Kategorien Mode (72%), Elektronik, Möbel Breite Auswahl an Produkten

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen